04 Projektreflexion: kraftschluck

Heute mal als Thema eine Reflexion meines letzten Projekts mit kraftschluck, das von Oktober 2023 bis Ende April 2024 angedauert hat. Das ganze fing sehr zufällig an: Flo – einer der Gründer von kraftschluck – hatte mich angesprochen, als ich mir einen kleinen Smoothie kaufen wollte. Er meinte nur, dass ich doch mal seinen Smoothie probieren sollte und dadurch kamen wir ins Gespräch. Geschmack war echt gut, aber was mich vor allem überzeugt hat war, dass das der erste Smoothie in einem Pfandglas war, bei dem die Zutaten tatsächlich aus der Nähe kamen! Da ging mein Öko-Herz sofort auf.

Ich hatte mich erst vor ein paar Monaten selbstständig gemacht und bin so auf die „mögliche Kunden Suche“ gegangen. Start-Ups waren da natürlich dabei und siehe da: kraftschluck! Ich schrieb also einfach eine Mail, bekam eine Antwort und siehe da – los gings.

Ein bisschen zu kraftschluck

kraftschluck ist ein kleines Start-Up aus Nürnberg, das Smoothies von hier herstellt. Also: Deutsche Zutaten, alles Bio, Pfand wo möglich und trotzdem super nicer Geschmack. Das Start-Up besteht aus den zwei Gründern Flo und Philipp, die 2018 gegründet haben und sich immer mal wieder Unterstützung durch Freelancer reinholen, wenn es das braucht.

Ich find das Konzept einfach super, vor allem mit dem Hintergrund, dass es das einfach noch nirgends gibt. Generell gilt für mich bei 97 GRAD, dass ich mit meiner Arbeit eine Idee/ Unternehmen/ Organisation oder Produkt unterstützen möchte, dass einen Impact hat und die Welt ein Stückchen (oder wie kraftschluck es sagen würde „ein Schlückchen“) besser macht. Genau das war gegeben, also war es von mir aus ein No-Brainer eine Zusammenarbeit zu starten.

Leistungen

Zu dem Zeitpunkt, als wir miteinander ins Rollen gekommen sind stand kraftschluck vor einem großen Neuanfang. Neues Branding, neues Produkt, angepasste Rezepturen und und und. Und das wollten sie zusammen mit mir auf Instagram festhalten. An der Stelle möchte ich gleich einmal erwähnen, dass kraftschluck nicht nur mit mir an der Umsetzung gearbeitet hat, sondern noch eine fantastische Designerin mit Katharina Schießl an Board hatte. Sie war für das komplette Rebranding zuständig und hat so einen guten Job dabei gemacht!

Meine Aufgaben bestanden also vor allem darin die neue Marke zum Leben zu erwecken mit Videos, Fotos und Animationen für Social Media und den Webauftritt und einem Pitch Deck für die neue Positionierung von kraftschluck. Das ganze lief in einem regelmäßigen Turnus ab, den ich ursprünglich auf 1-2 Social Media Posts pro Woche angesetzt hatte, jedoch schnell klar war: es braucht mehr! Zudem war durch den „Neuanfang“ von kraftschluck immer wieder kooperative Zusammenarbeit mit anderen Marken, wie etwa REWE, ebl, Denn’s Biomarkt und ähnlichen wichtig, da hier die Neupositionierung im Markt für kraftschluck eine wesentliche Rolle gespielt hat. Alles in allem: sehr umfangreich, sehr intensiv und sehr spannend!

Was nehme ich mir aus dem Projekt mit?

Die Zusammenarbeit ist nun seit ein paar Wochen vorbei und ich bin wirklich sehr dankbar für diese gemeinsame Zeit. Gerade als eines meiner ersten längerfristigen Projekte konnte ich hier super viel für mich mitnehmen – vor allem in Bezug auf die Art, wie ich Angebote schreibe, wie ich meine Ressource Arbeitskraft besser einteilen kann und auch, dass es sich einfach immer lohnt auch während eines laufenden Projekts in neues Equipment zu investieren. Grundsätzlich ist für mich folgendes Learning am wichtigsten:

Ich werde solange ich in einer Nebenselbständigkeit mein Gewerbe betreibe keine „dauerhaften“ Angebote mehr ausstellen.

Klar ist das super, um tief in eine Marke einzutauchen, jedoch hat es sich für mich auch beizeiten angefühlt wie ein fester Nebenjob – an andere Aufträge war während der Zeit also nicht zu denken, was mich auch in meiner Flexibilität eingeschränkt hat. Ich sehe auch, dass der Start-Up Alltag super hektisch ist und sich immer wieder anpassen muss, jedoch ist es meiner Meinung nach wichtig im Vorhinein ganz klar die Deliverables zu klären, um eine fixe Projekt-Timeline auszumachen. Alles, was on Top kommt ist ein nice to have (und ehrlicherweise hat es immer geklappt – Beispiele: Logoanimation, Pitch Deck, Produktfotos, etc.).

All in all bin ich wirklich super happy die beiden kennengelernt zu haben und bin echt begeistert von den Smoothies, der Vision und dem Mut, den beide immer wieder an den Tag legen. Dieser krasse Kostendruck bei realwirtschaftlichen Produkten mit hohem Investmentaufwand, bevor klar wird, dass der Verkauf tatsächlich funktioniert, ist echt Wahnsinn. Mir bleibt nichts anderes zu sagen als: Ich wünsche beiden wirklich nur das beste für den weiteren Weg und hoffe wir arbeiten bald wieder zusammen!

 

Lass es dir gut gehen!
Patrick von 97 GRAD

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